Weg nach Ostern
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Mein Weg auf Ostern hin
Die Fastenzeit bzw. die österliche Bußzeit ist Vorbereitung für Ostern, das große Fest des Lebens. Auch mein ganzes Leben kann ich mit Blick auf Ostern hin sehen und deuten. Es ist ein Weg der Wesentlichkeit, der Wirklichkeit und Wahrhaftigkeit, das Ziel klar im Fokus. Es braucht Mühe, sich nicht durch störende Faktoren und schädliche Einflüssen aufhalten zu lassen. Dieser Gang durch die Zeit fordert mich heraus in der Bewältigung von Widerständen, die mir manchmal plötzlich „vor die Füße“ fallen, wie Steine und Objekte, die mir den Pfad versperren wollen. Da heißt es für mich, Entschlossenheit zeigen, Mut und Tapferkeit im Ringen um mein ganz persönliches Vorwärtskommen. Auch fällt auf, dass die gerade Straße bedroht ist vom Unklaren, Abgründigen, Schwammigem und von Dunkelheiten. Doch mein Weg führt mitten hindurch: Leben ist vielfältig, hell und dunkel, leicht und schwer, froh und manchmal auch traurig. Mein Schöpfer hat es aber so eingerichtet, dass es zwischendurch auch Ruhezeiten gibt, Pausen zum Atemholen, Kraft sammeln und zur Neuorientierung. Das Licht von Ostern her erleuchtet meine Bahn, hilft mir zu bestehen, standzuhalten und trotz der Mühen hindurch zu gelangen, bis es sich wieder lichtet. „Am Ende wird alles gut! Wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende!“, las ich einmal auf einem Schild.
Selbst Jesus hatte mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen, warum sollte ich mich dem dann nicht auch stellen? Denn immerhin: Es ist zu meinem Nutzen! Ich wachse und reife innerlich daran, werde erwachsener, und freier, teste Grenzen aus und finde Möglichkeiten. Kreuzweg ist Heilsweg, der ins Glück der Erleuchtung und Erlösung führt. Viele Menschen, die in den Jahrhunderten vor mir lebten, vor allem auch die Heiligen, haben das eindrucksvoll erfahren. Am Ende ihres Lebens waren sie gefestigt und erfüllt von großer Dankbarkeit dem Leben gegenüber, so wie es konkret gewesen ist, mit Licht- und Schattenanteilen: Sie dankten Gott und den Mitmenschen, und verdankten es auch ihrem persönlichen Mitwirken mit der Gnade des Heiligen Geistes, dass sie zu reifen, christlichen Persönlichkeiten herangewachsen waren.
Soviel ist sicher: Gott ist mir nahe – immer! – auch wenn ich es gerade nicht fühlen kann. Er schaut mich liebevoll an. In seinem Blick erkenne ich, wie wahr, echt und treu seine Liebe zu mir ist. „Ich lasse dich nicht fallen, und verlasse dich nicht. Sei mutig und stark!“ (Josua 1,5)
Ganz gleich was auch geschieht, ganz gleich auch, was ich anstelle in meinem Leben, diese Zusage des Höchsten und Heiligen, der alles in seinen gütigen Händen trägt, bleibt. Gott hält zu mir. So kann ich vertrauen und meinen Weg gehen.