Mechtilde de Bar
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Mechtilde de Bar wurde 1614 in Lothringen geboren, in einer Zeit großer politischer und religiöser Umbrüche. Schon früh suchte sie nach einem Leben aus der Tiefe des Glaubens. Nach Jahren der inneren Suche fand sie ihre geistliche Heimat im benediktinischen Ordensleben. Prägend für sie wurde eine tiefe eucharistische Spiritualität, die ihr weiteres Leben bestimmen sollte.
In einer Epoche, die von Krieg, Unsicherheit und geistlicher Erschöpfung geprägt war, erkannte Mechtilde de Bar neu die Mitte christlichen Lebens: die Gegenwart Christi in der Eucharistie. Aus dieser Überzeugung heraus gründete sie Gemeinschaften, deren besonderes Charisma die eucharistische Anbetung war – verstanden nicht als Rückzug aus der Welt, sondern als stellvertretendes Dasein vor Gott für die Kirche und für alle Menschen.
Mechtilde de Bar verband kontemplatives Leben mit großer geistlicher Klarheit. Sie war überzeugt, dass aus der stillen Anbetung eine erneuerte Liebe zu Gott und zu den Menschen wächst. Die Eucharistie wurde für sie zur Quelle eines Lebens in Hingabe, Wachsamkeit und innerer Freiheit.
Bis heute prägt ihr geistliches Erbe benediktinische Gemeinschaften, die in ihrem Sinn leben: verwurzelt im Gebet, ausgerichtet auf Christus und offen für die Nöte der Zeit. Mechtilde de Bar erinnert daran, dass wahre Erneuerung der Kirche aus der stillen Treue vor Gott erwächst.